Stiftungsfachtag am 26.04.2024

Digitale Medien in der Kinder- und Jugendhilfe – Chancen und Risiken

Gemeinsamer Fachtag der Katholischen Hochschule Freiburg, der Evangelischen Hochschule Freiburg, der Stadt Freiburg und der Waisenhausstiftung Freiburg

Digitale Medien gehören heute zum Alltag junger Menschen dazu. Sie werden geschätzt zur Unterhaltung, Informationsbeschaffung und als Möglichkeit, mit anderen, auch weiter entfernten, Menschen in Kontakt zu treten. Von Videospielen auf dem Handy oder auf der Playstation, Hören und Schauen von Musik oder Lernen eines Instruments - über Youtube, Social-Media-Plattformen bis hin zum Gruppenchat in Schule oder Verein: digitale Medien werden von Kindern und Jugendlichen in vielfältiger Weise genutzt. Zugleich bieten diese vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten aber auch Risiken, wie Rückzug aus der analogen Welt, Bewegungsmangel bis hin zu Cybergrooming, Mobbing, Sexting oder Online-Sucht. Diese Aspekte fordern Pädagog*innen, sich entsprechende Sachkenntnis anzueignen und einen angemessenen Umgang über eine professionelle pädagogische Herangehensweise zu finden.

Beim Stiftungsfachtag am Freitag, 26. April 2024 an der Katholischen Hochschule Freiburg werden wir uns in Vorträgen und Workshops mit den Chancen und Risiken befassen, die sich durch die digitalen Medien für die jungen Menschen wie auch für uns als Fachkräfte in der (sozial-/kindheits-)pädagogischen Arbeit mit  Kindern und Jugendlichen ergeben, um passgenaue pädagogische Antworten zu entwickeln.

Großer Festsaal des Deutschen Caritasverbandes
(Zugang über Wölflinstraße 4, siehe Ausschilderung Bibliothek oder Karlstraße 34-38, Durchgang zwischen KH-Gebäude 1 und 2)

79104 Freiburg

Anmeldeschluss: 19. April 2024

Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, an welchen Workshops Sie teilnehmen möchten.
Sie haben die Möglichkeit sowohl vormittags als auch nachmittags einen Workshop auszuwählen.

Senden Sie die vorbereitete, ausgefüllte E-Mail mit Ihrem Namen an: iww@kh-freiburg.de
Sie können den E-Mail-Link nicht öffnen? Verwenden Sie bitte das bereitgestellte Anmeldeformular (PDF) und senden Sie dieses im Anhang an iww@kh-freiburg.de.

  • Eine Woche vor dem Fachtag erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail mit weiteren Informationen.

Die Teilnahme ist kostenfrei

Fachkräfte aus den Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen

Programm des Stiftungsfachtags

09:30 Uhr Begrüßung

  • Prof.in Dr. Stephanie Bohlen, Rektorin Katholische Hochschule Freiburg
  • Michael Fromm, Direktor der Stiftungsverwaltung

09:45 Uhr – Impulse mit anschließender Diskussion

  • Moderation: Prof.in Dr. Mone Welsche & Prof.in Dr. Silke Kaiser

‚Unpraktische Freiheiten‘ Aktuelle medienpädagogische Befunde

  • Prof. Dr. Reinhard Lohmiller, EH Freiburg

Medienmündigkeit - ein ganzheitliches Konzept für Bildung in einer Kultur der Digitalität

  • Prof.in Dr. Paula Bleckmann, Alanus Hochschule Alfter

>>> 10:45 Uhr – Kaffeepause <<<

11:15 Uhr – Parallele Workshops zum Tagungsthema | 1. Runde
 

W1     Medien in der offenen Jugendarbeit: Chancen erkennen, verstehen und kreativ nutzen

Isabel Hörder, Carmen Kunz, Jugendarbeit im Jugendhilfswerk Freiburg
In diesem Workshop werden wir gemeinsam die vielfältigen Chancen von Medien unter die Lupe nehmen. Warum macht Social Media und Gaming für Jugendliche eben doch Sinn und wie können wir das Potenzial der Medien in unserer Arbeit aufgreifen? Anhand von Best-Practice-Beispielen erfahren Sie, wie kreative Medienarbeit in der Jugendhilfe aussehen kann. Mehr Infos unter jugendarbeit-jhw.de und nextlevel-freiburg.de

W2    Medienkonzept best practice

Tobias Günthör, KiFaz Villingen
Seit November 2022 hat die Kinder- und Jugendhilfe der Stiftung St. Franziskus in seinem Fachdienstteam einen Medienpädagogen. Dieser wird größtenteils durch eine Projektförderung der Glückspirale finanziert. Im ersten Teil stellt Tobias Günthör anhand vieler Praxisbeispiele seine medienpädagogische Arbeit in den verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe dar. Kleinere und größere Angebote für Kinder und Jugendliche sind genauso dabei, wie Inputs für die pädagogischen Fachkräfte in internen Fortbildungen. Darüber hinaus gibt er einen Einblick in die konzeptionelle Arbeit sowie die Weiterentwicklung der internen Strukturen, um Medienpädagogik im Alltagshandeln aller Bereiche der Jugendhilfeeinrichtung zu verankern. In einem 2. Teil werden dann Impulse für die eigene Weiterarbeit am Thema Medienpädagogik gegeben, die im Austausch in Kleingruppen diskutiert und vertieft werden können.

W3    Analoge Beispiele für eine handlungsorientierte Medienbildung

Julia Kernbach, Doktorandin, Alanus Hochschule Alfter
Wie kann Medienbildung unkompliziert und nachhaltig in den pädagogischen Praxisalltag integriert werden? In diesem Workshop werden auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen praxistaugliche Beispiele einer handlungsorientierten Medienbildung vorgestellt und ausprobiert. Dabei werden sowohl die Rolle von pädagogischen Fachkräften als auch Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den Blick genommen.

W4    Cybergrooming vorbeugen

Beate Biederbick, Wildwasser Freiburg e.V.
Die meisten Kinder und Jugendlichen sind heutzutage online vernetzt, spielen, unterhalten und verabreden sich in den sozialen Netzwerken. Dieses bietet viele Vorteile, es ist das Eintauchen in eine spannende Welt, doch erschleichen sich hier auch gezielt Täter*innen das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen und verhalten sich übergriffig. In dem Workshop geht es um die Folgen, die Begleitung von Betroffenen durch Cybergrooming und wie Kinder und Jugendliche unterstützt werden können, sich Hilfe zu holen.

W5    Online Spielsucht

Daniel Ott, Villa Schöpflin gGmbH - Zentrum für Suchtprävention
Im Rahmen des Workshops erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Thematik des problematischen und exzessiven Umgangs mit Online-Games. Es werden gängige Dark Patterns in Online-Games vorgestellt, die insbesondere bei Kindern und Jugendlichen kritisch zu betrachten sind. Zudem werden mögliche Warnsignale für problematischen oder exzessiven Umgang mit Online-Gaming behandelt, um den Teilnehmenden zu ermöglichen, diese zu erkennen. Der Workshop wird durch konkrete Einblicke in bestehende Präventionsprojekte wie "Max & Min@" oder "freii" sowie in Interventionsmethoden abgerundet.

W6    Mädchen – Social Media

Prof.in Dr. Mone Welsche, KH und Prof.in Dr. Silke Kaiser, EH
In diesem Workshop werden die Herausforderungen von Social Media für jugendliche Mädchen im Kontext von Entwicklungsaufgaben, Körperbild und Selbstkonzept und gesellschaftlichem Schönheitsideal thematisiert und erarbeiten, von welchen pädagogischen Angeboten jugendliche Mädchen im Rahmen der Jugendhilfe profitieren können.

>>> 12:45 Uhr – Mittagspause <<<

13:45 Uhr – Parallele Workshops (Inhalte wie vormittags) | 2. Runde

>>>15:15 Uhr – Kaffeepause <<<

15:30 Uhr – Abschluss

Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns an!

Christa Karcher

Assistentin im IWW - Organisatorische Fragen

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