Promotion

In Baden-Württemberg können Absolvent*innen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) unter bestimmten Voraussetzungen an einer Universität oder Pädagogischen Hochschule den Doktortitel erwerben. 
Prinzipiell lassen sich die Wege von HAW-Absolvent*innen bis hin zu einer Promotion nach zwei Verfahrensmöglichkeiten unterscheiden. Zum einen sind Promotionsverfahren im Rahmen von strukturierten Promotionskollegs möglich und bereits an unterschiedlichen Standorten im Land erprobt und umgesetzt worden. Zum anderen sind für HAW-Absolvent*innen individuelle Verfahren unter Betreuungsbeteiligung von HAW-Professor*innen als Betreuende bzw. Prüfende möglich.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür, dass Professor*innen von HAWen in Baden-Württemberg an den Fakultäten der Universitäten und Pädagogischen Hochschulen im Bundesland Promotionsverfahren als Prüfer*innen und Betreuer*innen mitbegleiten können, sind in §38, Abs. 6a des Landeshochschulgesetzes (LHG) geregelt. Dadurch können sie sich zeitlich befristet assoziieren lassen und als Betreuer*innen mit Professor*innen der Hochschulen mit Promotionsrecht fungieren, mit denen sie in Promotionsverfahren zusammenarbeiten.
Die konkrete Ausgestaltung des jeweiligen Assoziierungsverfahrens und damit verbundene Rechte und Pflichten sind in spezifischen Assoziierungssatzungen der beteiligten Hochschulen geregelt. Ein aktueller Überblick über den Stand der Assoziierungssatzungen der Universitäten in Baden-Württemberg findet sich auf der Site des Zusammenschlusses der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW BW e.V.). Für die Promovierenden sind daneben die gewöhnlichen Promotionsordnungen der jeweiligen Fakultäten als rahmengebend bedeutsam.

Promotionskollegs
Promotionskollegs können durch eine stärkere Strukturierung des Verfahrens und mehr Vorgaben zum Ablauf charakterisiert werden.
Diese Promotionskollegs definieren in der Regel einen festen Themenbereich, der die grundlegende thematische Richtung darin enthaltener Promotionsverfahren unterschiedlicher Disziplinen vorgibt. Derartige Promotionskollegs beinhalten immer mehrere Promotionsverfahren, was den interdisziplinären, thematischen und methodischen Austausch zwischen den Promovend*innen untereinander und mit den jeweilig beteiligten Professor*innen fördert. Die Zulassung für Promotionskollegs erfordert zumeist eine reguläre Bewerbung durch die interessierten Absolvent*innen, um dafür zugelassen zu werden.
Dafür bieten derartige Promotionskollegs zumeist eine finanzielle Förderung im Rahmen zeitlich begrenzter Stipendien. Zudem sind häufig weitere Weiterbildungsangebote, wie etwa methodische Qualifikationskurse daran angebunden.

Durch die Integration in kooperative Promotionskollegs besteht für Absolvent*innen und Mitarbeiter*innen der KH Freiburg immer wieder die Möglichkeit, ein eigenes Promotionsverfahren in einem vordefinierten und strukturierten Rahmen durchzuführen. 

Daneben beteiligt sich die KH Freiburg regelmäßig an Ausschreibungen für kooperative Promotionskollegs des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg.

Individualverfahren
Individualverfahren hängen, bspw. im Hinblick auf die Strukturierung von Zeitplänen, Betreuungsvereinbarungen, wesentlich stärker von der Absprache der einzelnen beteiligten Promovend*innen und Betreuer*innen ab.
Für Nachwuchswissenschaftler*innen stellt zudem die Verknüpfung der Tätigkeit als akademische*r Mitarbeiter*in in einem Forschungsprojekt am IAF eine Möglichkeit dar, eine Promotion auch im Projektkontext im Sinne eines Individualverfahrens zu realisieren, wenngleich die Anbindung an einen konkreten Projektkontext hierbei nicht per se notwendig ist.

Promotionskolloquien
Als weiterführende Vernetzungsplattformen fungieren sogenannte Promotionskolloquien, die meistens hochschulübergreifend beispielsweise von wissenschaftlichen Fachgesellschaften zum fachlichen und inhaltlichen Austausch beteiligter Doktorand*innen der jeweiligen Fachdisziplinen 
Als Beispiel ist hier etwa für Promovend*innen der Sozialen Arbeit das regelmäßig in Freiburg stattfindende Doktorand*innenkolloquium der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) zu nennen, das räumlich an die Evangelische Hochschule Freiburg angebunden ist. Im gerontologischen Segment bietet die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) regelmäßig themenbezogene Workshops promovierender Nachwuchswissenschaftler*innen bei den jährlich stattfindenden Fachtagungen an.

Daneben bietet das Baden-Württemberg Center for Applied Research (BW-CAR), ein Netzwerk forschungsstarker HAW-Professor*innen, ein HAW-spezifisches Promotionskolleg und eine HAW-übergreifende Vernetzungsmöglichkeit an. Im regelmäßigen Turnus werden hierin z.B. Schreibworkshops oder methodische Weiterbildungsveranstaltungen angeboten. Informationen zu diesen, für HAW-Promovend*innen kostenlosen, Veranstaltungsangeboten finden sich auf der Site des BW-CAR.

Für Fragen und Beratung zu Promotion als Bachelor- oder Masterabsolvent*in der KH Freiburg steht die Prorektorin Forschung, Frau Prof.in Dr. Ines Himmelsbach, als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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Copyright Prof.in Dr. Ines Himmelsbach, Katholische Hochschule Freiburg
Prorektorin Forschung, Institutsleitung IAF, Studiengangsleitung Verbundmaster Angewandte Gerontologie, Professorin
Prof.in Dr. phil. Ines Himmelsbach

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