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Nachwuchsforschung für den Altersbericht

Zehn junge Wissenschaftler*innen analysieren Bildung und Lernen im Alter – Ergebnisse fließen in den Zehnten Altersbericht der Bundesregierung ein

Freiburg im Breisgau, März 2026 – Wie lernen Menschen im höheren Alter, und welche Bedeutung hat Bildung für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe im Alter? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Workshop „Empirische Analysen zu Bildung und Lernen im Alter“, der vom 9. bis 13. März 2026 an der Katholischen Hochschule Freiburg stattfand. Organisiert wurde die einwöchige Veranstaltung von der Sachverständigenkommission des Zehnten Altersberichts der Bundesregierung.

Die Katholische Hochschule Freiburg bot dafür einen zentralen wissenschaftlichen Rahmen: Mit ihrer fachlichen Verankerung in Sozialer Arbeit, Gesundheit und Gerontologie ist sie ein wichtiger Ort für Forschung und Austausch zu Fragen des Alterns. Als Veranstaltungsort ermöglichte sie den direkten Dialog zwischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Expertinnen der Altersberichtskommission und unterstrich damit ihre Rolle als Impulsgeberin für gesellschaftlich relevante Themen.

Interdisziplinäre Forschung und Datenanalyse

Zehn Nachwuchswissenschaftler*innen aus Disziplinen wie Psychologie, Bildungsforschung, Gerontologie und Soziologie arbeiteten gemeinsam an empirischen Fragestellungen. Unterstützt von Kommissionsmitgliedern analysierten sie aktuelle nationale und internationale Datensätze, darunter der Deutsche Alterssurvey (DEAS), der Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) sowie weitere Studien wie SOEP, PIAAC und AES. Ziel war es, in kurzer Zeit fundierte wissenschaftliche Expertisen zu entwickeln – in einem kompakten, kollaborativen Format mit Hackathon-Charakter.

Der Workshop ist Teil der Arbeiten am Zehnten Altersbericht der Bundesregierung, der bis Frühjahr 2027 vorgelegt werden soll. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Bildung und Lernen für das Leben im Alter spielen – unter besonderer Berücksichtigung der Vielfalt von Lebenslagen älterer Menschen.

Gesellschaftliche Relevanz und Ausblick

Das Thema gilt als gesellschaftlich hoch relevant: Bildung im Alter beeinflusst nicht nur individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und soziale Teilhabe, sondern ist auch ein wichtiger Faktor im Umgang mit dem demografischen Wandel. Gleichzeitig bestehen weiterhin Forschungslücken, obwohl geeignete Datensätze verfügbar sind – eine Lücke, die durch das Workshop-Format gezielt adressiert wurde.

Die im Rahmen der Veranstaltung entstandenen Expertisen werden zeitnah als zitierfähige Preprints veröffentlicht und fließen in den Zehnten Altersbericht ein. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden bei der Weiterentwicklung ihrer Arbeiten für wissenschaftliche Publikationen begleitet. Ihre Beiträge werden im Altersbericht sowie in der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit sichtbar gemacht.

Ansprechperson

Prof.in. Dr. Cornelia Kricheldorff

Prof.in Dr. phil. Cornelia Kricheldorff

Professorin im Ruhestand

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