Am 12. März 2026 eröffnete die Katholische Stiftungshochschule München das Promotionszentrum „Menschenorientierte Forschung für innovative Versorgung und Teilhabe“.
In ihrem Geleitwort ordnete Prof. Dr. Ines Himmelsbach von der Katholischen Hochschule Freiburg die Bedeutung klar ein: Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) übernehmen zunehmend Verantwortung für Forschung, Qualifizierung und gesellschaftliche Entwicklung. Mit dem Promotionszentrum stärken sie diesen Anspruch.
Das Zentrum setzt auf Interdisziplinarität. Soziale Arbeit, Pflegewissenschaft, Kindheitspädagogik und Hebammenwissenschaft forschen gemeinsam. Der Ausgangspunkt ist nicht die Disziplin, sondern die Lebensrealität von Menschen. Versorgung und Teilhabe gehören zusammen.
Himmelsbach betonte: Lebenslagen folgen keiner Fachlogik. Forschung muss deshalb Perspektiven verbinden. Interdisziplinarität ist hier keine Ergänzung, sondern Voraussetzung für Erkenntnis.
Das Promotionszentrum steht auch für einen eigenständigen Karriereweg an HAW. Promotionen öffnen neue wissenschaftliche Laufbahnen, die Praxis und Forschung verbinden. Viele Promovierende kommen aus der Praxis, kehren dorthin zurück oder arbeiten dauerhaft in beiden Bereichen. Dieses Modell stärkt Forschung mit direktem Bezug zur gesellschaftlichen Realität.
Angewandte Forschung beginnt beim Praxisproblem. Sie prüft, ob Maßnahmen wirken, ob Angebote Menschen erreichen und ob Teilhabe gelingt. Ihr Ziel ist nicht nur Beschreibung, sondern Veränderung.
Nachwuchsförderung als gesellschaftliche Aufgabe
Das Zentrum versteht Nachwuchsförderung als gesellschaftliche Aufgabe. Promovierende entwickeln Lösungen für konkrete Herausforderungen in Versorgung, Bildung und sozialer Infrastruktur. Sie gestalten kommunale Strukturen, Versorgungsketten, Bildungsbiografien und Familienunterstützung mit.
Himmelsbach hob hervor: „Gesellschaftliche Probleme lassen sich nicht allein im Wissenschaftssystem lösen. Sie brauchen Forschende, die beide Welten kennen: die institutionelle Realität und die theoretische Reflexion.“ Das Promotionszentrum bietet dafür einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und interdisziplinärer Austausch zu tragfähigen Ergebnissen führt.
Im Mittelpunkt steht ein klarer Anspruch: Forschung soll Lebensqualität verbessern und Teilhabe ermöglichen.
Die Pressemitteilung der Katholischen Stiftungshochschule München finden sie hier.
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