Studium

Absolvent*innenfeier der Sozialen Arbeit

In Verbindung bleiben und gemeinsam wirken

Ein Meilenstein ist geschafft, das Studium beendet und der Blick richtet sich nach vorn: Kürzlich lud die Katholische Hochschule (KH) Freiburg zur feierlichen Abschlussveranstaltung des Studiengangs Soziale Arbeit ein. Bei herrlicher Atmosphäre versammelten sich rund 150 Personen – darunter Absolvent*innen, Angehörige sowie Lehrende –, um diesen besonderen Lebensabschnitt gebührend zu feiern. Von insgesamt 122 erfolgreichen Absolventinnen des Jahrgangs nahmen 45 persönlich an der Verabschiedung teil.

Weit entfernt von einer steifen Veranstaltung spiegelte das Fest den aktiven Geist des Jahrgangs wider: Von den Absolvent*innen selbst mitgeplant und unter anderem durch eigene Grußworte sowie musikalische Beiträge bereichert, erhielt die Verabschiedung eine sehr persönliche und nahbare Handschrift.

Die Hochschule als Resonanzraum

In seiner Rede blickte Studiengangsleiter Prof. Dr. Sebastian Klus auf die Studienjahre zurück und dankte den Studierenden für ihren wertvollen Beitrag zur Hochschule als gemeinsamen Lernort. Er griff soziologische Gedanken von Hartmut Rosa auf und beleuchtete die allgegenwärtigen Dynamiken von Beschleunigung, Leistungsdruck und Konkurrenz in unserer modernen Gesellschaft, die allzu leicht zu Entfremdung führen können.

Demgegenüber betonte Klus die Bedeutung der Hochschule als essenziellen Resonanzraum – einen Ort, an dem echte Begegnungen, intrinsisches Interesse, Selbstwirksamkeit und gegenseitiges Berühren möglich werden. Ob durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse, gemeinsames Schaffen im Praxisprojekt oder solidarischen Austausch: Diese im Studium gemachten Erfahrungen bilden ein starkes Fundament für die Zukunft.

Haltung bewahren in herausfordernden Zeiten

Mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Ökonomisierung, knappe Mittel, ökologische Krisen und demokratiegefährdende Strömungen – machte der Studiengangsleiter Mut. Soziale Arbeit sei als praxisorientierte Profession und wissenschaftliche Disziplin darauf ausgerichtet, gesellschaftliche Veränderungen und den sozialen Zusammenhalt aktiv zu stärken.

Auch wenn der professionelle Anspruch in schwierigen Zeiten wie eine Illusion wirken mag, rief Klus dazu auf, diesen niemals aufzugeben. Sich zusammenzuschließen, zu vernetzen und in Verbindung zu bleiben, sei der Schlüssel, um kleine und große Erfolge zu erzielen:

„Lassen Sie uns in Verbindung bleiben und gemeinsam an gesellschaftlichen Veränderungen und sozialen Entwicklungen arbeiten.“

Dass gesellschaftlicher Fortschritt keine Selbstverständlichkeit ist, unterstrich ein Zitat der britischen Schriftstellerin Zadie Smith, das Prof. Dr. Klus den Absolvent*innen mit auf den Weg gab: „Fortschritt ist niemals von Dauer, er wird immer bedroht sein, muss verdoppelt, neu formuliert und neu ausgedacht werden, damit er überlebt.“

Mit diesem starken Impuls im Gepäck und dem Blick in eine erfüllte berufliche Zukunft traten die neuen Fachkräfte der Sozialen Arbeit ihren nächsten Lebensabschnitt an, gewappnet mit Fachwissen, Haltung und der Gewissheit, gemeinsam stark zu sein.

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