Empowerment, Solidarisierung und Selbstorganisation.
Der Begriff Empowerment nimmt in sozialarbeiterischen Diskursen seit geraumer Zeit eine prominente Rolle ein und wird dabei vielfach auch als ‚Leitlinie für die Soziale Arbeit‘ thematisiert. In der Praxis der Sozialen Arbeit wird Empowerment dabei insbesondere in Form des individuellen Empowerments in den Blick genommen (und ggf. auch befördert), wohingegen kollektive Formen von Empowerment zumeist vergleichsweise unberücksichtigt bleiben.
Gleichzeitig wird im Rahmen empirischer Studien deutlich, dass sich marginalisierte und/oder diskriminierte Personen keinesfalls per se miteinander solidarisieren, sondern dass es auch eine Form der Bewältigung von Diskriminierung darstellen kann, sich von anderen Personen der zugewiesenen ‚Gruppe‘ zu distanzieren.
Vor diesem Hintergrund widmet sich das Forschungsprojekt ‚Empowerment, Solidarisierung und Selbstorganisation‘ der Frage danach, welche Bedingungen Prozesse der Solidarisierung und des kollektiven Empowerments bei diskriminierten Personen befördern. Die Grundlage dafür bildet eine qualitativ-empirische Studie mit selbstorganisierten Personen im Kontext von Drogengebrauch, Psychiatrieerfahrung und Sexarbeit.
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