Globale Kooperationen, neue Perspektiven.
Abschlussreise der EIMIQ-Delegation nach Kolumbien
Im Rahmen des DAAD-Programms EIMIQ – „Entwicklung internationaler mehrsprachiger und interprofessioneller Qualifikationen in Lehre und Weiterbildung“ – reiste eine Delegation der KH Freiburg im November 2025 für zwei Wochen nach Kolumbien. Ziel der Reise war es, die Internationalisierung der Hochschule weiter voranzutreiben und strukturell zu festigen. Lateinamerika zählt dabei zu eine der Fokusregionen des EIMIQ-Projekts. Der Besuch diente sowohl der Initiierung neuer Partnerschaften als auch der Vertiefung und Evaluation bestehender Kooperationen. Langfristig stärkt dies die internationalen Lern- und Austauschmöglichkeiten für Studierende und Lehrende. Das interdisziplinär zusammengesetzte Team der KH Freiburg bestand aus Prof.in Dr. Claudia Luzar, Professorin für Sozialpolitik und politische Bildung in der Sozialen Arbeit, Naomi Hiroe-Helbing Leiterin des International Office, Juliana Seidel, wissenschaftlichen Mitarbeiterin sowie Carlotta Rappert, studentischen Hilfskraft.
Stationen der Reise: Armenia und Bogotá
Die Delegation besuchte nicht nur Armenia in der UNESCO-Weltkulturerbe-Region der Kaffeebauern, sondern auch Bogotá, eine dynamische Metropole mit einer vielfältigen Hochschullandschaft. Während ihres Aufenthalts traf die Gruppe Vertreter*innen der Universidad del Quindío, Universidad Santo Tomás, Universidad de La Salle sowie des Kolumbianisch-Deutschen Friedensinstituts CAPAZ. Der Austausch vor Ort fokussierte sich auf Begegnungen, fachliche Diskussionen, Netzwerkarbeit und die gemeinsame Entwicklung neuer Ideen.
EIMIQ: Grundlagen für internationale Lehre und interprofessionelle Qualifikationen
Das EIMIQ Projekt verfolgt von Beginn an das Ziel, internationale, mehrsprachige und interprofessionelle Qualifikationen in der Lehre und Weiterbildung zu fördern. Zu Beginn des Projekts wurde ein Sondierungsprozess durchgeführt, der die Fokussierung auf bestimmte Länder ermöglichte. Kolumbien wurde dabei als ein besonders vielversprechendes Land ausgewählt. Im Anschluss daran fanden in Kooperation mit der Universidad de La Salle in Bogotá internationale Seminare statt, in denen ein gemeinsames Modul entwickelt wurde, das von beiden Universitäten anerkannt werden sollte. Ein zentraler Bestandteil der Reise war die Evaluation dieser Modulbausteine.
Ein Höhepunkt des Programms vor Ort war eine erfolgreiche Fishbowl-Diskussion, an der Studierende, Lehrende und Verwaltungsmitarbeitende aus Kolumbien sowie Austauschstudierende aus Deutschland teilnahmen. Im Zentrum des Gesprächs stand das Konzept der gemeinsamen Seminare und der gegenseitigen Anerkennung von Credit Points, von dem viele Studierende bereits berichteten und profitierten.
Gemeinsam wurde überlegt, wie die internationale Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und erfahrbar gemacht werden kann. Daraus entstanden konkrete Ideen, wie etwa virtuelle Seminare und studentische Arbeitsgruppen zwischen Bogotá und Freiburg sowie Austauschformate, die auch ohne längere Auslandsaufenthalte realisierbar sind.
Neue Partnerschaft mit der Universidad del Quindío
Ein wichtiger Auftakt der Reise war die neue Partnerschaft mit der Universidad del Quindío. Die Delegation präsentierte die Studienangebote der KH Freiburg, besuchte Seminare, tauschte sich zu gemeinsamen Themen in der Sozialen Arbeit aus und verstärkte die Sichtbarkeit durch Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise mit einem interkulturellen Radiobeitrag. Die Gespräche verdeutlichten, wie wertvoll internationale Begegnungen für Studierende sind, um neue Perspektiven zu gewinnen und gesellschaftliche Herausforderungen aus einer globalen Sichtweise zu betrachten.
Interkultureller Austausch und gemeinsame Projekte in Bogotá
In Bogotá lag der Fokus auf der Vertiefung bestehender Kooperationen und der Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte. An der Universidad Santo Tomás spielte das Thema Friedensbildung eine zentrale Rolle – ein gesellschaftlich bedeutendes Thema in Kolumbien, das auch für die Studiengänge an der KH Freiburg neue Impulse bieten kann.
Zudem war Prof.in Dr. Claudia Luzar zu Gast bei einer Diskussion mit dem Titel „Geteilte Erinnerungen, gemeinsame Zukunft?“ an der Pontificia Universidad Javeriana, organisiert vom Instituto Capaz. Weitere Vernetzungstreffen, unter anderem mit Caritas International in Kolumbien, eröffneten neue Perspektiven für zukünftige Projekte in den Bereichen Forschung und Lehre.
Ergebnisse der Reise: Mehr Chancen für Studierende und Lehrende
Die Reise brachte spürbare Ergebnisse für alle Beteiligten. Für die KH Freiburg konnten neue Partnerschaften etabliert und bestehende Verbindungen langfristig gestärkt werden, was die internationale Positionierung der Hochschule weiter fördert. Studierende profitieren ebenfalls von den neuen Perspektiven: Sie erhalten künftig mehr internationale Inhalte im Studium, niedrigschwellige Austauschmöglichkeiten, digitale Formate und die Chance, globale Fragestellungen direkt im Dialog mit internationalen Partnern zu bearbeiten.
Internationale Zukunft: Nächste Schritte der KH Freiburg
Mit dem erfolgreichen Abschluss des EIMIQ-Projekts und durch das herausragende Engagement von Prof.in Dr. Claudia Luzar öffnet die Reise gleichzeitig Türen für neue Perspektiven, wie etwa die Mitgliedschaft im Instituto Capaz. Die KH Freiburg setzt ihren internationalen Weg konsequent fort und bietet Studierenden sowie Lehrenden künftig noch mehr Zugang zu weltweiten Perspektiven, Kooperationen und Lernmöglichkeiten.
Ansprechperson
Naomi Hiroe-Helbing