Auftakt einer starken Partnerschaft
Mit dem ersten offiziellen Kooperationsbesuch des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts CAPAZ (Instituto Colombo-Alemán para la Paz) an der Katholischen Hochschule Freiburg wurde am 19. Januar 2026 ein wichtiger Schritt in der internationalen Friedens- und Bildungsarbeit vollzogen. Zu Gast waren Prof. Dr. Stefan Peters, Direktor des CAPAZ-Instituts und Professor für Internationale Beziehungen und Friedensforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen, sowie Indira Murillo, Juristin und Projektleiterin bei CAPAZ.
CAPAZ ist ein zentrales bilaterales Wissenschaftsnetzwerk deutscher und kolumbianischer Hochschulen, das seit 2018 Forschung, Lehre und Wissenstransfer zum kolumbianischen Friedensprozess bündelt. Ziel des Instituts ist es, wissenschaftliche Expertise direkt mit gesellschaftlicher und politischer Praxis zu verbinden – insbesondere in den Bereichen Friedensforschung, Menschenrechte und demokratische Entwicklung. Die Aufnahme der KH Freiburg als Partnerhochschule im November 2025 markiert dabei eine strategische Erweiterung des Netzwerks um eine Hochschule für angewandte Wissenschaften mit ausgewiesener Praxisnähe.
Strategische Partnerschaft für Frieden, Menschenrechte und Bildung
Der Besuch diente der konkreten Anbahnung gemeinsamer Projekte in den Feldern Friedensforschung, Friedenspädagogik und Politische Bildung. Im Laufe des Tages lernten die Gäste die KH Freiburg kennen und tauschten sich intensiv mit Lehrenden und Mitarbeitenden aus. Prof. Dr. Peters brachte seine langjährige Expertise zudem im Rahmen eines Vortrags in einer Lehrveranstaltung ein und ermöglichte den Studierenden einen direkten Einblick in aktuelle friedenspolitische Debatten.
Neben dem fachlichen Austausch blieb auch Raum für informelle Begegnungen und das Kennenlernen des Wissenschafts- und Hochschulstandorts Freiburg.
Fachlicher Austausch, öffentliche Debatte und gelebte Kooperation
Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war der öffentliche Abendvortrag an der Universität Freiburg, in dem Prof. Dr. Peters die aktuelle Menschenrechtssituation in Venezuela und Kolumbien analysierte – mit besonderem Fokus auf die geopolitischen Entwicklungen nach dem US-amerikanischen Angriff auf Venezuela. Mit rund 100 Teilnehmenden stieß der Vortrag auf großes Interesse und unterstrich die gesellschaftliche Relevanz der Arbeit von CAPAZ.
Bereits im Vorfeld der Kooperation wurde Prof. Dr. Claudia Luzar, Professorin für Sozialpolitik und Politische Bildung in der Sozialen Arbeit an der KH Freiburg, in das Auswahlkomitee für Projektförderanträge des CAPAZ-Instituts berufen. In diesem binational besetzten Gremium entscheiden Vertreter*innen kolumbianischer und deutscher Hochschulen über die Förderung von Forschungsprojekten zum Friedensprozess in Kolumbien – ein weiteres Zeichen für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Prof. Dr. Luzar betonte die Besonderheit der neuen Partnerschaft:
„Die KH Freiburg ist die erste Hochschule für angewandte Wissenschaft, mit der CAPAZ kooperiert. Gerade hier liegt großes Potenzial: Die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse mit praxisnaher Friedenspädagogik und Politischer Bildung eröffnet neue Perspektiven – sowohl für Kolumbien als auch für Deutschland.“
Der Kooperationsbesuch macht deutlich: Mit CAPAZ gewinnt die KH Freiburg einen international renommierten Partner, der Forschung, Politik und Zivilgesellschaft zusammenführt. Zugleich stellt er einen wichtigen Meilenstein für die internationale Profilbildung der KH Freiburg in den Bereichen Frieden, Menschenrechte und transnationale Bildungsarbeit dar.
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