Wissenschaftliche Weiterbildung

Kunsttherapie

> Save the Date - Kunstterapie Fachtagung "Gegen den Strich" 01./02.10.2021

Die für den 9. und 10. Oktober 2020 geplante Fachtagung wird aufgrund der be-sonderen Situation in der Corona Krise für dieses Jahr abgesagt und wird unter denselben Rahmenbedingungen und mit dem gleichen Thema am 1. und 2. Okto-ber 2021 stattfinden > Infos zur Fachtagung "Gegen den Strich" 01./02.10.21

Wissenschaftliche Weiterbildung

Die Wissenschaftliche Weiterbildung Kunsttherapie wurde aus der seit 20 Jahren bestehenden 'Wissenschaftlichen Weiterbildung Sozial- und Heilpädagogische Kunsttherapie' weiterentwickelt. Der Ablauf wurde neu strukturiert mit aufeinander aufbauenden Lehrphasen. Die genaue Modifizierung entstand in der Entwicklung neuer Module unter Einbeziehung wissenschaftlicher Aspekte u.a. mit den neuen Kooperationen mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Universitätsklinik Freiburg.

Continuing Education Development Award (CEDA) 2018

Die Weiterentwicklung der Wissenschaftlichen Weiterbildung Kunsttherapie wird bis Ende Oktober 2020 über das Preisgeld des Continuing Education Development Award (CEDA) 2018 gefördert. Dieser wurde im Rahmen von „Weiter in Südbaden“ durch die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und die Hochschule Furtwangen ver-geben sowie über das ESF-Förderprogramm „Auf- und Ausbau von Strukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen in Baden-Württemberg“ unterstützt.

Preisverleihung und Informationen zum Projekt „Weiter in Südbaden“

CEDA Preisübergabe und Ausstellung "Perspektivwechsel" am 7.2.2019

Kunsttherapie

Kunsttherapie ist ein eigenständiges Verfahren im sozial-rehabilitativen, im gesundheitswissenschaftlichen und im heilpädagogischen Bereich. Sie ermöglicht, innerpsychische oder psychomotorische Prozesse mit Hilfe bildnerischer Mittel zum Ausdruck zu bringen und neu zu ordnen. Mit Hilfe malerischer, plastischer oder grafischer Medien und Methoden werden nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten in geeigneter Weise zur Verfügung gestellt, so dass diese unterstützend und ergänzend zu anderen Maßnahmen positiv auf Veränderungsprozesse einwirken können und Ressourcen gestärkt werden können.

KOMPETENZERWERB

  • Vertiefte Materialerfahrung des bildnerisch-plastischen Gestaltens
  • (Malerei, Grafik, Ton, Holz, Collage usw.)
  • Künstlerische Prozesse selbst erleben und begleiten
  • Umgang mit dem ästhetischen Objekt
  • Grundlagenwissen bzgl. Diagnostik, Störungs- und Krankheitsbildern, Entwicklungspsychologie, Psychopathologie, Neurologie
  • Kunsttherapeutische Methoden und ihre Indikation
  • Einüben der therapeutischen Rolle
  • Grundlagen therapeutischen Handwerks (Indikation, Intervention, therapeutische Beziehung und Haltung)
  • Prozessbegleitung, -reflexion und -dokumentation
  • Professionelles Arbeiten in verschiedensten Bezugssystemen
  • Organisation von Werkstatt und Atelier

Für folgende Tätigkeitsfelder wird die Kunsttherapie aktuell angefragt:

  • Klinische Arbeitsfelder (psychiatrische, psychosomatische und somatische Kliniken)
  • Sozialpädagogische, psychosoziale, pädagogische und heilpädagogische Arbeitsfelder, Kunstassistenz

Die Lehrinhalte der Wissenschaftlichen Weiterbildung Kunsttherapie sollen die Absolvierenden dazu befähigen, die Kunsttherapie im präventiven, akuten, rehabilitativen, stationären und ambulanten Gruppen- und Einzelsetting anwenden zu können. Die Weiterbildung ist gleichermaßen praxisorientiert und wissensbasiert und vermittelt in einem ausgewogenen Verhältnis:

  • Fach- und Methodenwissen, wissenschaftliches Arbeiten, sowie die Fähigkeit, sich eigenständig neues Wissen und Können anzueignen
  • Kunsttherapeutische Kompetenzen in der Anwendung im Praxisfeld
  • Vielfältige Methoden, Interventionen und multimodale Herangehensweisen, um anwendungsrelevantes Handlungswissen einzuüben und selbst erfahrend zu reflektieren
  • Dokumentation und Evaluation kunsttherapeutischer Prozesse
  • In modellhaften Werkstatt- und Atelierräumen künstlerisch-praktisch und kunsttherapeutisch-methodisches Gestalten und gleichzeitig eine Organisation der Materialbereitstellung

Für die Wissenschaftliche Weiterbildung Kunsttherapie können sich externe quer einsteigende Interessierte von Hochschulen bewerben oder Interessierte, die in gesundheitswissenschaftlichen, sozial- und heilpädagogischen, pädagogischen oder künstlerischen Berufen tätig sind.

Die Weiterbildung umfasst zwei Phasen. Die Basisphase (0,5 Jahre) ist Voraussetzung für den Einstieg in die Intensivphase (2,5 Jahre).

BASISPHASE

Die Basisphase ist auf 0,5 Jahre konzipiert. In den drei Modulen dieser Basisqualifikation wird ein orientierender Einblick in die Kunsttherapie gegeben sowie ein praktisches Kennenlernen der bildnerisch-plastischen Medien und beispielhafter Interventionen ermöglicht. Sie finden nur im Wintersemester statt (Januar, Februar, März) und müssen als Voraussetzung für den Einstieg in die Intensivphase der Weiterbildung besucht worden sein.

Bei erfolgreicher Teilnahme an der Basisphase wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

INTENSIVPHASE

Die Lehrinhalte der zweieinhalbjährigen Intensivphase der Wissenschaftlichen Weiterbildung verteilen sich auf 26 Module mit jeweils 18 UE (Fr./Sa.). Die unterrichteten Themen sind Grundlagen, Medien, Methodik und Praxisfelder der Kunsttherapie sowie selbsterfahrungsgestützte Vermittlung kunsttherapeutischer Interventionen, begleitete Kleingruppenarbeit in Mentorengruppen, künstlerische Werkstattarbeit und Projekte.


Insgesamt sind bis zum Abschluss zu erbringen:

  • Teilnahmebescheinigung der Basisqualifikation oder des Zusatzlehrprogramms
  • 26 Module zu kunsttherapeutischer Methodik, Theorie und Praxis
  • Mentor*innengruppen, die durchgängig von Mentor*innen begleitet werden
  • Künstlerische Werkstatt
  • Projekte
  • Wissenschaftliche Abschlussarbeit, die beispielsweise eine Falldarstellung beinhalten kann
  • Mehrtägiges Abschlusskolloquium, in dem der künstlerische / kunsttherapeutische Werdegang, die kunsttherapeutische Praxis und die Abschlussarbeit vorgestellt werden

Anhand eines Studienbuches wird der Nachweis über die regelmäßige Teilnahme an den Seminaren, Mentorengruppen und der Künstlerischen Werkstatt geführt.

Alle Seminare werden auf der Lernplattform ILIAS mit e-learning-Optionen begleitet. Im Rahmen der CEDA-Förderung sind u.a. die Qualitätssicherung mit Evaluationen, ein Modulhandbuch und eine transparente Prozessbeschreibung der Organisati-onsabläufe entstanden

Außerhalb des IAF sind von den Teilnehmenden selbst zu organisieren und zu finanzieren:

  • Praktikum
  • Supervision
  • Selbsterfahrung

Zu den jeweiligen Bereichen gehört in unterschiedlichem Umfang ein Selbststudium.

Die Wissenschaftliche Weiterbildung Kunsttherapie am IAF umfasst insgesamt 2.700 Lehr- und Lerneinheiten und entspricht den Ausbildungsstandards der Be-rufsverbände DGKT (Deutsche Gesellschaft für künstlerische Therapieformen e.V.) und DFKGT (Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V.). Sie ermöglicht durch eine schriftliche Abschlussarbeit und durch die Absolvierung ei-nes mehrtägigen Abschlusskolloquiums mit künstlerisch-kunsttherapeutischer Prä-sentation den Erwerb des Zertifikats „Diploma of Advanced Studies“ (DAS). Es be-rechtigt zur weiteren Graduierung in DGKT und DFKGT.

SEMINARZEITEN

Freitags              14:00 – 21:00 Uhr
Samstags            09:00 – 18:00 Uhr

KURSBEGINN

Die Basisphase findet mit drei Modulen in Januar, Februar und März statt. Sie müssen vor Beginn der Intensivphase der Weiterbildung besucht worden sein.

Die Intensivphase beginnt im April.

  • Katholische Hochschule Freiburg (Seminare, Mentor*innengruppen, Künstlerische Werkstatt)
  • Praktika, Supervision und Selbsterfahrung außerhalb der Katholischen Hochschule Freiburg sind von den Teilnehmenden zu organisieren und selbst zu finanzieren

Die Anmeldung erfolgt im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs.

Beginn im Januar (Basisphase) und April (Intensivphase).

Haben Sie Fragen?
Dann sprechen Sie uns an!
Leitung Wissenschaftliche Weiterbildung Kunsttherapie
Dr. phil. Henriette Schwarz
Forschungskoordinator & Akademischer Mitarbeiter
Tjard de Vries
Assistentin im IAF - Organisatorische Fragen Weiterbildungen
Elisabeth Schätzle