Talkpunkt 2019 - TABUS

TALKpunkt an der KH Freiburg im WS 2019/20


Die Katholische Hochschule Freiburg lädt wieder zu ihrer öffentlichen Vortrags- und Gesprächsreihe „TALKpunkt“ ein.
Das aktuelle Rahmenthema lautet: „TABUS“. Prominente Referent*innen sprechen in einem Vortrag aus ihrer Perspektive und Forschung. Im Anschluss wird eine Fishbowl-Dikussion stattfinden, bei der Sie die Möglichkeit haben, Ihre Sichtweise zu vertreten und Fragen anzubringen.
Voranmeldung möglich unter: talkpunkt@stud.kh-freiburg.de

Tabus. Termine
 

Di 29.10. um 18:00 Uhr
„PÄDOPHILIE“ - Mit zusätzlicher Liveübertragung in die Aula 1000

Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus M. Beier, Berlin
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, Direktor des Institutes für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin - Campus Charité Mitte - Universitätsmedizin Berlin

Di 05. 11. um 18:00 Uhr
„PROSTITUTION"- Mit zusätzlicher Liveübertragung in die Aula 1000
Emilija Mitrovic, Hamburg
BdWi, Sozialwissenschaftlerin, Projektbüro für sozialwissenschaftliche Studien, Migration und Gender - Hamburg

Di 03.12. um 18:00 Uhr
„ABTREIBUNG"

Katja Krolzik-Matthei, Merseburg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Merseburg, Sexualwissenschaftlerin, Dipl. Sozialpädagogin

Voranmeldung möglich unter: talkpunkt@stud.kh-freiburg.de
Veranstaltungsort: Katholische Hochschule Freiburg, Großer Festsaal des Deutschen Cariatsverbandes, Karlstraße 36, 79104 Freiburg, Zugang via Wölflinstraße und Karlstraße

TABUS. Referenten

 

Di 29.10. um 18:00 Uhr
„PÄDOPHILIE“ - Mit zusätzlicher Liveübertragung in die Aula 1000

Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus M. Beier, Berlin
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, Direktor des Institutes für Sexualwissenschaft und Sexual- medizin - Campus Charité Mitte - Universitätsmedizin Berlin

Pädophilie ist eines der Tabu-Themen unserer diesjährigen Talkpunkt Reihe. Klaus M. Beier gilt als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet. Er wird sein Wissen und seine Erfahrungen zu diesem Thema vorstellen und sich anschließend in einer Diskussionsrunde mit uns austauschen.

Klaus M. Beier studierte an der Freien Universität in Berlin und promovierte 1986 in der Medizin und zwei Jahre später in der Philosophie. Heute leitet er das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité in Berlin. Beier und sein Team sind in der Diagnostik und Therapie pädophiler Männer besonders engagiert. Spitzenreiter sind sie mit dem Forschungsprojekt „Kein Täter werden“, das seit 2005 besteht und sich vor allem der Prävention sexuellen Missbrauchs im Dunkelfeld gewidmet ist.

Voranmeldung möglich unter: talkpunkt@stud.kh-freiburg.de
Veranstaltungsort: Katholische Hochschule Freiburg, Großer Festsaal des Deutschen Cariatsverbandes, Karlstraße 36, 79104 Freiburg, Zugang via Wölflinstraße und Karlstraße

Di 05. 11. um 18:00 Uhr
„PROSTITUTION" - Mit zusätzlicher Liveübertragung in die Aula 1000

Emilija Mitrovic, Hamburg
BdWi, Soziawissenschaftlerin, Projektbüro für sozialwissenschaftliche Studien, Migration und Gender - Hamburg

Emilija Mitrovic lehrt seit über 20 Jahren an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg. Als Initiatorin von Ratschlag Prostitution, einem Zusammenschluss von Hilfseinrichtungen für Prostituierte in Hamburg und der Gewerkschaft ver.di in Hamburg, setzt sie sich für die Rechte von Sexarbeitenden ein. Sie veröffentlichte unter anderem die Bücher "Prostitution und Frauenhandel" (2006), „Arbeitsplatz Prostitution – ein Beruf wie jeder andere?“ (2007), sowie "Sexarbeit - ein Beruf mit Interessensvertretung" (2009).

Gemeinsam mit dem Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di führte sie Studien und internationale Konferenzen u.a. zum Thema "Der gesellschaftliche Wandel im Umgang mit Prostitution" durch.

Mitrović sieht Prostitution nicht als Beruf wie jeden anderen, fordert aber dieselben Rechte und möchte gegen die Doppelmoral eine größere Akzeptanz in der Gesellschaft erreichen. Sie wehrt sich gegen die Aussage, dass das Prostitutionsgesetz den Menschenhandel begünstigen würde, und sieht nicht jede Sexarbeiterin in einer Opferrolle. Stattdessen geht sie davon aus, dass der Großteil der Sexarbeiter*innen ihrer Tätigkeit freiwillig nachgeht.

Voranmeldung möglich unter: talkpunkt@stud.kh-freiburg.de
Veranstaltungsort: Katholische Hochschule Freiburg, Großer Festsaal des Deutschen Cariatsverbandes, Karlstraße 36, 79104 Freiburg, Zugang via Wölflinstraße und Karlstraße

Di 03.12. um 18:00 Uhr
„ABTREIBUNG"

Katja Krolzik-Matthei,
Merseburg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsprofessur Sexuelle Bildung und Sexualwissenschaft der Hochschule Merseburg

„Kein Staat innerhalb Europas hat bisher Abtreibung vollständig entkriminalisiert“, so schreibt Katja Krolzik-Matthei. Krolzik-Mattheis zentrales Interesse liegt auf den Debatten um Abtreibung in ganz Europa. Während beispielsweise in Polen besonders restriktive Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch existieren, kann eine Schwangerschaft in Irland nun innerhalb der ersten zwölf Wochen ohne Angaben von Gründen straffrei abgebrochen werden (vgl. Irish Government, Health [Regulation of Termination of Pregnancy] Act, Dublin 2018). Im deutschen Strafgesetzbuch wiederum regelt §218 die Abtreibungsthematik.  Dabei stellt sich die Frage, ob Verbote und Restriktionen von Schwangerschaftsabbrüchen zur Senkung der Abbruchzahlen beitragen oder die Praxis lediglich in einen Graubereich verlagern?

Katja Krolzik-Matthei beschäftigt die Frage, was zu diesen unterschiedlichen Regelungen und Verboten geführt hat, und setzt sich zugleich mit der „Lebensschutz“ Bewegung und den dementsprechenden Gegenbewegungen genauer auseinander. Die Sexualwissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädagogin ist seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HS Merseburg im BMBF-Forschungsprojekt zu sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten. Sie promoviert momentan zu Diskursivierungen der Abtreibung in der DDR.

Voranmeldung möglich unter: talkpunkt@stud.kh-freiburg.de
Veranstaltungsort: Katholische Hochschule Freiburg, Großer Festsaal des Deutschen Cariatsverbandes, Karlstraße 36, 79104 Freiburg, Zugang via Wölflinstraße und Karlstraße

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