Studienpreis "Prädikat Forschungsstark"

Katholische Hochschule Freiburg
Laudatio:
Prof.in Dr. Ines Himmelsbach                    
                    
Preisträgerin: Rihab Chaabane                    
Preis in Höhe von 500 EUR                    
                    
Titel der Arbeit:                    
Diversity aus Kinderaugen                    
Wie konstruieren Kinder soziale Vielfalt?                    
Eine Vergleichsstudie                    
                    
Gutachter*in: Prof. Dr. Florian Kiuppis, Prof.in Dr. Nausikaa Schirilla                    


 

Prädikat Forschungsstark
Diversity aus Kinderaugen – Wie konstruieren Kinder soziale Vielfalt – Eine Vergleichsstudie

Der diesjährige Förderpreis der Katholischen Hochschule Freiburg ‚Prädikat Forschungsstark‘ wird an Rihab Chaabane verliehen. Der Preis würdigt Abschlussarbeiten, die in besonderem Maße durch ihren wissenschaftlichen Anspruch und ihre Forschungsleistung hervorstechen. Der Preisträgerin wünsche ich, dass sie dies dazu ermutigen mag, auch den nächsten Schritt in einer wissenschaftlichen Karriere zu bedenken.

Mit der Arbeit von Frau Rihab Chaabane hat der Preis eine mehr als würdige Preisträgerin gefunden. Auf hohem wissenschaftlichen, sowohl theoretischem wie methodischen Niveau widmet sie sich der Frage, wie Kinder zwischen vier und zehn Jahren Vielfalt konstruieren. Die Arbeit wurde betreut von Prof. Dr. Florian Kiuppis und Prof. Dr. Nausikaa Schirilla. 

Erkenntnisgegenstand dieser Arbeit sind kindliche Konstruktionen von sozialer Diversität. Über bildbasierte Interviews wurden 38 Kinder im Alter von vier bis fünf und acht bis zehn Jahren in zwei städtischen Kindereinrichtungen in München befragt. Die innovative Erhebungstechnik und die gut elaborierte Analyse machen es möglich viel über das Diversitätsverständnis von Kindern zu erfahren: So wurden induktiv aus dem Material heraus alle Aussagen der Kinder zu den Bildern Kategorien zugeordnet. Die Kategorien geben Einblick in die Vielfalt der Beschreibungs-formen der Kinder zum Thema soziale Vielfalt. Insgesamt konnten 45 Vielfaltskate-gorien ermittelt werden, die dann einem Vergleich unterzogen wurden. Dabei konnte herausgearbeitet werden, dass Alter, Geschlecht und soziales Milieu der Kinder sich auf die individuelle Konstruktion von Vielfalt auswirken. In der Diskussion der Arbeit werden die Ergebnisse eindrucksvoll an aktuelle Diskurse der Kindheitsforschung angebunden.

Um es mit den Worten eines der befragten Kinder zu sagen: „Ich finde auffällig, da sind Menschen mit eher dunklerer Haut, aber auch mit heller, aber es gibt kein Bild, wo Menschen mit heller und dunkler Haut zusammen sind. (HN01, S. 79). Danke Frau Chaabane, dass Sie durch Ihre brilliante Arbeit den Kindern eine Stimme im Diversitätsdiskurs verliehen haben.

Herzlichen Glückwunsch! 

Prof. Dr. Ines Himmelsbach
Kommissarische Leitung IAF
Professur für Soziale Gerontologie
 

Copyright Prof.in Dr. Ines Himmelsbach, Katholische Hochschule Freiburg
Prorektorin Forschung, Institutsleitung IAF, Studiengangsleitung Verbundmaster Angewandte Gerontologie, Professorin
Prof.in Dr. phil. Ines Himmelsbach

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