18. Festveranstaltung zum Ehrenamtlichen Engagement


10.12.2018 | KH Freiburg und Stadt Freiburg würdigen ehrenamtliches Engagement

Die Katholische Hochschule Freiburg würdigt gemeinsam mit der Stadt Freiburg ehrenamtliches Engagement und dankt freiwillig engagierten Bürger*innen und bürgerschaftlicher Gruppierungen für ihren beispielhaften gesellschaftlichen Einsatz auf der diesjährigen Festveranstaltung im Bürgerhaus am Seepark, zu der 400 Vertreter*innen geladen waren.

„Bürgerschaftliches Engagement stärkt den sozialen Zusammenhalt des Gemeinwesens und trägt enorm zum gegenseitigen Verständnis bei.“

Für musikalische Einstimmung sorgte der 45-köpfige Hochschulchor unter der Leitung von Johannes Huber. Im Anschluss begrüßte Rektor Prof. Dr. Edgar Kösler die Festgesellschaft und gab das Wort weiter an den Oberbürgermeister. Martin Horn dankte der Katholischen Hochschule für die Ausrichtung der Veranstaltung und ehrte stellvertretend vier Personen und vier Projekte. Darüber hinaus wurden zum achten Mal der AOK-Preis für präventives gesundheitliches Engagement und der Wilhelm-Oberle-Preis für soziales Engagement vergeben.

„Bürgerschaftliches Engagement stärkt den sozialen und demokratischen Zusammenhalt des Gemeinwesens und ist damit wichtiger denn je“, betonte Horn. Freiburg biete dank seiner lebendigen Vielfalt viele Möglichkeiten, um Erfahrungen, Kompetenzen und Vorlieben zur Förderung des Gemeinwesens kreativ einzubringen. „Davon profitieren wir alle außerordentlich. Es macht unsere Stadt reich und liebenswert.“

Eine Jury aus Vertreter*innen wesentlicher Felder des Engagements unter der Leitung von Sozialbürgermeister Ullrich von Kirchbach traf eine Auswahl aus den eingegangenen 25 Personen- und Projektvorschlägen. Stellvertretend für die Gesamtheit der Engagierten ehrte OB Horn in diesem Jahr folgende Personen:

Gabriele Fabri ist seit mehr als zehn Jahren in Wohnheimen für Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigungen engagiert.

Konrad Reich engagiert sich seit 40 Jahren in Hochdorf. Vom Hochdorfer Waldhock, über die Chorvereinigung bis hin zur Kirchen-Bibliothek ist er mit Tat, Rat und Werkzeugkoffer aktiv.

Karl-Heinz Winkler hat vor dreizehn Jahren einen Engagementaufruf für die Begegnungsstätte der Seniorenwohnanlage Kreuzsteinäcker gelesen und ist seit dem bei der Essensausgabe engagiert.

Hanna Wagener ist seit 1994 Mitbegründerin des künstlerisch-therapeutischen Vereins „Räume für Kunst und Therapie“ in der Sternwaldstraße. Als das Angebot aus finanziellen Gründen hätte beendet werden müssen, hat sie viel unternommen, um das Angebot zu sichern und den Verein zu erhalten.

Das Kernteam des Zeltlagers Haslach-Rieselfeld-Weingarten, eine Initiative der katholischen Kirchengemeinde Freiburg Südwest, die einerseits beispielhaft für typisches Jugendengagement ist, dass in vielen Jugendorganisationen Landauf und Landab umgesetzt wird, aber andererseits Stadtteile miteinander verknüpft, in der die kirchliche Jugendarbeit im Umbruch ist.

Der Verein „Bildung für alle“ hat über die letzten vier Jahre eine großartige Entwicklung genommen. Mit über 70 bürgerschaftlich Engagierten vermittelt der Verein an drei Abenden in der Woche und elf unterschiedlichen Niveau-Klassen in den Räumen der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule aktuell über 240 Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund die deutsche Sprache und Schrift kostenfrei.

Das Reparatur-Café Freiburg verknüpft Soziales und Umweltschutz. Über Spendenaufrufe und Fördergelder konnten Spezialwerkzeuge, Lötkolben, Messgeräte, Lampen, Kleinteile und vieles mehr angeschafft werden. So ist es möglich, heute auch komplizierte Reparaturen, wie an Notebooks, Bildschirmen oder Smartphones, durchzuführen.

Seit März 2015 gibt es die Initiative KulturWunsch Freiburg. Seitdem haben sich etwa 1.200 Gäste und 40 Gruppen (z.B. Arbeitslosenprojekte, Flüchtlingswohnheime, Jugendgruppen, Projekte für Alleinerziehende) registrieren lassen. Über 3.800 Karten konnten allein im letzten Jahr an KulturGäste vermittelt werden.

Mit dem AOK-Gesundheitspreis zeichnete Frank Kölble die Telefonseelsorge Freiburg aus. Allein in 2017 verfassten die über 80 Ehrenamtlichen über 700 Chats und aus den 16.270 Anrufen wurden fast 13.000 seelsorgerliche Gespräche.

Den Wilhelm-Oberle-Sozialpreis erhielt Beate Hauser, verliehen von Clemens Salm. Sie leitet seit mehr als 10 Jahren die Außenstelle des Weißen Rings. Betreut werden jährlich rund 150 Opfer von Straftaten.

Im Anschluss an die Ehrungen leitete Prof. Dr. Dr. Michael N.  Ebertz, Soziologe und Religionswissenschaftler an der KH Freiburg, mit seinem Impulsvortrag zum Thema „Zivilgesellschaft“ in das Kulturprogramm über. Bei Getränken und Teilchen konnten weitere Stationen wie z.B. der Gallery Walk mit Lehr- und Forschungsprojekten, vorgestellt von Prof. Dr. Martin Becker, sowie das Thema Zivilgesellschaft im Fishbowl besucht und vertieft werden.

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