„Inklusive Stadtteilentwicklung“


19.11.2018 | Erfolgreicher Fachtag beleuchtet zukünftige Herausforderungen und Potenziale aus interdisziplinärer Perspektive

Am Freitag, 16. November 2018 fand im Festsaal des Deutschen Caritasverbandes der Fachtag „Inklusive Stadtteilentwicklung“ statt. Diese Veranstaltung wurde, in guter Tradition, in Kooperation mit der Stadt Freiburg, der Stiftungsverwaltung Freiburg und der Evangelischen Hochschule Freiburg durchgeführt. Die Beiträge aus Wissenschaft und Praxis beleuchteten mögliche Handlungs- und Lernansätze aus unterschiedlichen Kontexten für diesen Themenkomplex, der zukünftig noch stärker zu einer handlungsleitenden und zu priorisierenden Aufgabe für die Politik und die Kommune wird. Durch die Beteiligung der unterschiedlichen Referent*innen gelang die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis und die interessierten Teilnehmenden hatten im abschließenden Fishbowl die Möglichkeit, eigene Perspektive einzubringen.

Zugleich bildete diese Veranstaltung den offiziellen Abschluss des Projekts „DEKOS – Demografie bezogene Koordination im Sozialraum“. Im Projektzeitraum zwischen 2016 und 2018 untersuchte dieses Projekt, das im Rahmen des „Innovationsprogramm Pflege 2015“ durch das Land Baden-Württemberg gefördert wird, die Effekte und Aufgabenprofile von demografiebezogenen Koordinationsstellen in zwei sehr konträren Stadtteilen Freiburgs. Projektergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung, die durch das Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung der Katholischen Hochschule Freiburg durchgeführt wurde, wurden im ersten Fachbeitrag während der Veranstaltung sowie im Gallery-Walk sichtbar.

In den Fachbeiträgen des Fachtags wurde beispielsweise aus gerontologischer und heil- bzw. sonderpädagogischer Perspektive dazu beigetragen, was ein „inklusives Quartier“ aus Sicht der Bürger*innen ausmachen kann und welche Bedarfe dabei auch an die Beteiligung aller Zielgruppen für inklusiv gestaltete Stadtteile und die Koordination der individuellen Bedarfe und Netzwerke bestehen. Zudem beleuchteten breit gefächerte Forschungsergebnisse und Lernerfahrungen aus verschiedenen lokalen und regionalen Bezügen diese Fragestellungen. Dadurch konnte aufgezeigt werden, welch zentrale Bedeutung diesem Themenkomplex auch zukünftig beigemessen werden kann. In den Fach- und Diskussionsbeiträgen wurden weiter-hin mögliche Handlungsansätze deutlich. Außerdem konnte dadurch aufgezeigt werden, dass Inklusion noch längst nicht alle Lebensbereiche durchdrungen hat und noch immer zahlreiche konkrete Handlungsbedarfe bestehen bleiben, die etwa auch in der abschließenden Diskussion artikuliert wurden.

Hier finden Sie die PDFs der Präsentationen:

Projekt DEKOS de Vries / Prof. Kricheldorff
Vauban Prof. Loeken
Prof. Rohrmann
"MARGE – Quartiersarbeit und Inklusion“ Prof. Becker

 

Marianne Hardt, Direktorin der Stiftungsverwaltung
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Prorektorin Forschung / Institutsleitung IAF
Prof. Dr. phil. Cornelia Kricheldorff

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