Schriftgröße:  A A A
Sie befinden sich hier: Studium  | Studiengänge  | B.A. Heilpädagogik Druckansicht B.A. Heilpädagogik Hier können Sie den News-Feed abonnieren

Bachelor Heilpädagogik

Profil des Studiengangs

Heilpädagogik wird an der KH Freiburg als konsekutives Bachelor-Master-Programm angeboten: mit dem 7-semestrigen Bachelorstudiengang Heilpädagogik / Inclusive Education (Abschluss: Bachelor of Arts) und dem 5-semestrigen berufsbegleitenden Masterstudiengang Klinische Heilpädagogik (Abschluss: Master of Arts).

Fein aufeinander abgestimmt knüpft das Studium der Heilpädagogik einerseits an die lange Tradition der Freiburger Heilpädagogik mit seiner klinischen Ausrichtung an.  Andererseits integriert der Studiengang neue Methoden und Fragestellungen, die in besonderer Weise dem inklusiven Selbstverständnis einer modernen Heilpädagogik verpflichtet sind.  Damit hat die Freiburger Heilpädagogik ein neues, perspektivenreiches und weit in die Zukunft gerichtetes Studienprofil.

Studieninhalte

Heilpädagogik wird ganz allgemein als Theorie und Praxis der Erziehung unter erschwerten personalen und sozialen Bedingungen verstanden. Heilpädagogik als erziehungswissenschaftliche Disziplin steht im Dialog mit anderen Wissenschaften und versteht sich als Partizipationswissenschaft. Sie zielt auf die Gleichstellung von benachteiligten, ausgegrenzten und behinderten Menschen und orientiert sich nachhaltig an den Paradigmen Selbstbestimmung und Emanzipation sowie Integration und Inklusion.

Das breit gefächerte Angebot der Heilpädagogik richtet sich folgerichtig an Menschen, deren Bedarf an Erziehung, Bildung, Förderung, Therapie, Pflege, Begleitung, Hilfe, Betreuung und Assistenz aufgrund von Störungen der Körperfunktionen bzw. -strukturen (functioning) und in Abhängigkeit von Kontextfaktoren damit einhergehenden Einschränkungen ihrer Aktivität (activity) höher und anders gelagert ist sowie die gesellschaftliche Teilhabe (participation) erschwert. Heilpädagogik leistet wertvolle Hilfen zur Erziehung bei Kindern und jungen Menschen mit emotionalen und Verhaltensstörungen und unterstützt Menschen mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten und Benachteiligungen in allen Lebensbereichen und Lebensphasen.

Vertiefungsbereiche

Innerhalb des Bachelorstudiengangs werden unterschiedliche Vertiefungsbereiche für unterschiedliche, spezialisierte Arbeits- und Handlungsfelder der Heilpädagogik angeboten. Im Studienverlauf können die Studierenden im Studienverlauf im Rahmen von Wahlpflichtveranstaltungen Vertiefungsbereiche selbst wählen. Beispiele für Vertiefungsbereiche sind:

  • Unterstützte Kommunikation
  • Heilpädagogische Entwicklungsförderung
  • Heilpädagogische Spieltherapie
  • Heilpädagogische künstlerische Therapien
  • Bildung und Partizipation
  • Heilpädagogische Bewegungsförderung

Studienverlauf, Praxissemester und studienbegleitende Praxisphasen

Das Studium beginnt mit einer projektorientierten Studieneingangsphase, in der sich die Studierenden das Feld der Heilpädagogik in Praxis und Theorie erschließen.
Das dritte Studiensemester ist ein praktisches Studiensemester. Im praktischen Studiensemester sind je nach Studienschwerpunkt in einer geeigneten Einrichtung der Berufspraxis mindestens 20 Wochen im Umfang tarifüblicher Arbeitszeit abzuleisten. Empfohlen wird das Praxissemester an einer Praxisstelle zu absolvieren, das in ausreichendem Maß den Zielen, Inhalten und Methoden der gewählten Studienschwerpunkte entspricht.

Das 4. und 5. Semester ist geprägt durch Lehr-Forschungsprojekte. Hier werden unterschiedliche und wechselnde Themen angeboten, aus denen die Studierenden auswählen können. Das gewählte Thema wird in einer Kleingruppe über zwei Semester erarbeitet.

Im 6. und 7. Semester erfolgt die Studienintegrierte Praxis. Hier arbeiten die Studierenden mit spezifischen Verfahren und Konzepten mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und alten Menschen in unserem heilpädagogischen Ambulatorium oder in den Einrichtungen unserer Kooperationspartner aus der Praxis. Die Studierenden werden bei allen ihren studienintegrierten Praxisphasen intensiv begleitet und erwerben dabei ein konkret praktisches Methodenrepertoire.

Arbeitsfelder

Im Berufsfeld arbeiten Heilpädagog(inn)en weitgehend eigenverantwortlich im Rahmen institutioneller und rechtlicher Vorgaben. Sie sind im interdisziplinären Team mit anderen Fachleuten für die Ermittlung des heilpädagogischen Betreuungsbedarfes (Diagnostik, Förder- Therapieplanung) und die didaktische Durchführung heilpädagogischer Methoden zuständig. Dafür werden sie im Studium umfassend vorbereitet. Darüber hinaus werden ihnen Anleitungs-, Lehr- und Leitungsaufgaben im Berufsfeld übertragen. Auch dafür werden im Studium der Heilpädagogik wichtige Grundlagen vermittelt (Didaktische Modelle, Management, etc.).

Heilpädagog(inn)en werden vorwiegend in der Behinderten- und der Jugendhilfe sowie im Gesundheitswesen und in der Altenhilfe tätig. Im Einzelnen sind zu nennen:

•    Heilpädagogische Heime und Pflegestellen
•    Wohnheime und Wohngruppen für Menschen mit Behinderung
•    Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
•    Einrichtungen zur Rehabilitation nach Unfall oder schwerer Erkrankung
•    Sonderkindergärten und integrative Kindergärten
•    Frühförderstellen
•    Sozialpädiatrische Zentren
•    Heilpädagogische Tagesgruppen oder Tagesstätten
•    Erziehungs- und Familienberatungsstellen
•    Stationäre und teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe
•    Ausbildungsstätten und Fortbildungszentren
•    Heilpädagogische Praxen (u.a. in Zusammenarbeit mit Kinderärzten und logopädischen, ergotherapeutischen oder krankengymnastischen Praxen)
•    Praxen und (teil-)stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie
•    Praxen von Kinderärzten

In den genannten Bereichen arbeiten Heilpädagog(inn)en u.a. mit folgenden Methoden:

•    Bildungsangebote für Erwachsene mit Behinderung
•    Kommunikation mit Gebärden
•    Persönliche Zukunftsplanung
•    Heilpädagogische Entwicklungsförderung
•    Heilpädagogische Spieltherapie und andere Verfahren der Kindertherapie
•    Heilpädagogische Rhythmik und Psychomotorik
•    Heilpädagogische Kunsttherapie und weitere kreative Verfahren
•    Methoden der Gesprächsführung und Beratung
•    Systemische Arbeit mit Familien und anderen Bezugspersonen
•    Begleitung beim Übergang behinderter Menschen in den Beruf, in neue Wohnformen, sowie vom Berufsalltag in den Ruhestand
•    Gestaltung des heilpädagogischen Milieus

Downloads

Zusatzlehrprogramme

•    ERLUM - Erlebnis- und Umweltpädagogik in der Sozialen Arbeit, Pädagogik und Heilpädagogik
•    ESA - Europäische Soziale Arbeit / European Social Work
•    RECOS - Regio-Akademie für Soziale Arbeit / Regio-Pole de formation sur le travail
•    SthZ - Sozialtheologische Zusatzausbildung
•    SHKT - Sozial- und Heilpädagogische Kunsttherapie
•    SPOSA - Sportbezogene, lebensweltorientierte Soziale Arbeit mit sozial benachteiligten jungen Menschen
•    ISAG - Interdisziplinärer Schwerpunkt Angewandte Gerontologie

STUDIENORGANISATION

Studienbeginn

Das Studium beginnt jeweils zum Wintersemester.

Studiendauer

Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich des Praxissemesters 7 Semester.

Studienzeiten

Studienzeiten finden Sie unter Studium / Studieren.

Studienabschluss

Das Studium wird mit dem Erwerb des akademischen Grades Bachelor of Arts (B.A.) abgeschlossen. Der Studiengang umfasst 210 ECTS-Punkte.
Mit dem Abschluss verleiht die Hochschule auch die staatliche Anerkennung als Heilpädagogin / Heilpädagoge.

Kosten

Derzeit 280 EUR Studienbeiträge pro Semester zzgl. den hochschulüblichen Gebühren.

Informationen zu den hochschulüblichen Gebühren, den Studienbeiträgen und Ausnahmeregelungen finden Sie hier.

Zulassungsvoraussetzungen

(Fach-)Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Hochschulzugangs-
berechtigung für besonders qualifizierte Berufstätige nach LHG § 58.

Bewerbung

Informationen über das Bewerbungsverfahren und den Link zur Onlinebewerbung finden Sie auf unserer Website im Bereich Studium / Bewerben.


 
 
   
 
Katholische Hochschule Freiburg   |   Kontakt SitemapImpressum