Schriftgröße:  A A A
KontaktAnfahrtEnglishRSS-FeedIAF-NewsletterImpressum
 
 
 
Sie befinden sich hier: Internationales  | Austauschprogramme weltweit  | Bi-nationale Seminare mit der National University in Czernovitz 2010 Druckansicht Bi-nationale Seminare mit der National University in Czernovitz 2010

Bi-nationale Seminare mit der National University in Czernovitz

Projekttitel

Unterstützung der Demokratie in der Ukraine durch die Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement und Sozialer Netzwerkarbeit

Projektpartner

  • Katholische Hochschule Freiburg, IAF - Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung
    Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff, Prorektorin/Institutsleiterin IAF

und

  • Nationale Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz (Ukraine), Fakultät für Pädagogik
    Prof. Dr. Irina Petrijuk, Studiengangsleitung Sozialpädagogik

Projektförderung

DAAD

Projektinhalt

Jeweils 12 Studierende und jeweils 5 Lehrende beider Hochschulen werden in einem gemeinsamen interkulturellen Lernprozess mit den Herausforderungen und sozialen Problemen konfrontiert, die gesellschaftliche Transformationsprozesse mit sich bringen. Im Vordergrund steht die Frage, auf welche Weise die Soziale Arbeit Demokratisierungsprozesse anstoßen und unterstützen kann. Zudem wird behandelt, welche Arbeitsformen und Methoden dabei zum Einsatz kommen können.

Hintergrundinformationen

  • Ausgangssituation in der Ukraine

Die Ukraine hat seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 gravierende Wandlungsprozesse durchlaufen. Dabei kam es zu massiven sozialen Herausforderungen für das Sozial- und Gesundheitssystem und damit besonders für die Berufsgruppe der Sozialen Arbeit. Diese ist jedoch hinsichtlich beruflichem Hintergrund und Qualifikation sehr heterogen (Ärzte, Lehrer, Verwaltungsangestellte oder ursprünglich ehrenamtlich Tätige ohne Qualifikation) und vor allem in ihrer Rolle und Bedeutung nicht definiert.
Der Bedarf an ausgebildeten Sozialarbeiterinnen und -arbeitern sowie an Sozialpädagoginnen und -pädagogen nimmt daher stark zu. Im Zuge des deutsch-ukrainischen Projekts geht es daher darum, eine stärkere Professionalisierung anzustoßen.
Der Kontakt zur Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz wurde bereits 2009 durch gemeinsame bi-nationale Seminare zur Präventionsarbeit zu HIV/AIDS aufgenomen und vertieft.

  • Stärkung der Demokratie durch die Soziale Arbeit

Soziale Arbeit ist ganz nah bei den Menschen verortet. Mit einem eigenen Methodenrepertoire kann sie je nach Problemstellung gezielt und reflektiert handeln. Hier gilt es, den Anschluss an die aktuellen internationalen Fachdebatten zu ermöglichen. Soziale Arbeit braucht - in deren Logik - die Vernetzung mit informellen und professionellen Hilfesystemen der Klienten, um deren Ressourcen einbeziehen zu können. Besondere Bedeutung haben u.a. soziale Netzerke, die dem Selbsthilfegedanken entsprechen und von gegenseitiger Solidarität getagen sind. Sie sind als konstitutive Elemente einer Bürgergesellschaft zu begreifen, in der zivilgesellschaftliches Handeln und Engagement verankert sind. In diesem Sinne versteht sich die Soziale Arbeit als Menchenrechtsprofession (Human Rights Profession), die Bezug auf die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen nimmt.
Methodisch orientiert sich die Soziale Arbeit in diesem Kontext am Empowerment-Konzept. Empowerment wird hier als Ermächtigung, aber auch Stärke, Energie und Kompetenzei verstanden.
In der Ukraine dominiert jedoch noch deutlich die Vorstellung von der Sozialen Arbeit als staatliche Aufsicht und Verhaltensreglement.

Im Projekt werden die jeweils in beiden Ländern bestehenden Vorstellungen und Konzepte zur Zivilgesellschaft vergleichend bearbeitet und Möglichkeiten für deren Praxisrelevanz diskutiert. Die Ergebnisse werden in einer Dokumentation veröffentlicht.

Kontakt

KFH Freiburg
Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff
Telefon +49 761 200-1450
cornelia.kricheldorffpeks@dla@yum.kh-freiburg.de

 

 
 
 
 
2011, Katholische Hochschule Freiburg   |   Kontakt